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Wussten Sie, dass...?

  • die größten Energieeinsparpotenziale von Häusern in Deutschland im
    Bestand liegen?
 Bestehende Gebäude brauchen etwa dreimal soviel
    Energie zur Beheizung wie Neubauten auf dem aktuellsten Stand.

  • rund 87 % des gesamten Energiebedarfs in privaten Haushalten für die Raumerwärmung und Warmwasser benötigt wird? 
Durch fachgerechtes Sanieren und moderne Gebäudetechnik können bis zu 80 % davon eingespart werden. Tatsache ist jedoch leider: Von den möglichen energetischen Einsparpotenzialen wird bei Sanierungen durchschnittlich
    nur rund ein Drittel genutzt.
  • kleinste Ritzen und Fugen in der Außenhülle eines Gebäudes nicht nur
    ineffizient sind und einen höheren Energieverbrauch zur Folgen haben,
    sondern auch zu Bauschäden führen können?
In einem Passivhaus „atmet“
    eine Komfortlüftungsanlage, die für einen hygienischen und permanenten Luftaustausch sorgt (besonders geeignet für Allergiker) und so unnötigen und unkontrollierbaren Wärmeverlust verhindert.



Die 10 größten Irrtümer über das Passivhaus



Viele haben schon von einem Passivhaus gehört, aber es kursieren leider auch viele Gerüchte. Und nicht überall, wo Passivhaus draufsteht, ist auch Passivhaus drin. Denn eine gesetzlich definierte, verbindliche Detailregelung gibt es nicht. Und so haben sich gerade um das Passivhaus eine Menge hartnäckiger Irrtümer im Bewusstsein der Bevälkerung festgesetzt.
Wir vom Ing.-Büro Weber sind Passivhaus-Experten der ersten Stunde 1999 und sind vor allem auf die Errichtung von XXXXXXXXXXXX Passivhäusern spezialisiert. „Heute wird der Begriff Passivhaus von vielen Anbietern geradezu inflationär verwendet. Und auch viele falsche Ansichten sind so in Umlauf gekommen“, so Thomas Weber. Nachfolgend die seiner Meinung nach häufigsten Irrtümer – und ihre Richtigstellung.


Irrtum 1: Im Passivhaus darf man keine Fenster aufmachen. Man ist da förmlich eingesperrt.


Richtig ist: Die Fenster in einem Passivhaus (PH) können natürlich jederzeit geäffnet werden, nur ist das aufgrund des permanenten kontrollierten Luftaustauschs nicht notwendig, unter Umständen sogar kontraproduktiv. 
Eine Lüftungsanlage sorgt im Passivhaus automatisch für eine gute Innenraumluft ohne Geruchs- und Feuchtebildung (z.B. aus Handtüchern, Pflanzen, Kleidung, Küche). Der Wohnkomfort wird dadurch deutlich verbessert und sie verspüren keine Zugluft oder „kalte Ecken“ im Haus. Eine ausreichende Frischluftzufuhr ist ständig gewährleistet und das beste daran: Schmutz, Pollen und Aerosole bleiben dank der Feinfilter draußen. Ideal also für alle Allergiker!


Irrtum 2: Durch die luftdichte Bauweise bekommt man im PH zu wenig Luft – daher muss man eine Wohnraumlüftung einbauen.


Richtig ist: Das PH-Konzept geht von einer sehr hohen Dichtheit der Gebäudehülle aus und dies ist auch erforderlich, weil man den notwendigen Austausch der Frischluft über den Wärmetauscher der Komfortlüftungsanlage sicherstellen will in dem die Wärme der Fortluft zu meist über 90 % auf die Außenluft übertragen wird. Jeder Luftwechsel, der unkontrolliert stattfindet bei dem findet keine Wärmerückgewinnung statt und kann zu Feuchteschäden in der Konstruktion führen.


Irrtum 3: Passivhäuser müssen ein Pult- oder Flachdach haben und sehen aus wie eine Schuhschachtel.


Richtig ist: Passivhäuser können in nahezu jeder Bauweise und auch Bauform ausgeführt werden. Zu beachten ist allerdings stets, dass das A:V (Außenfläche zu Volumenverhältnis) so gering wie möglich gehalten werden sollte. Und das ist eben bei der „Schachtelform“ der Fall. Aber: Es ist möglich, von dieser idealen geometrischen Form abzuweichen, wenn man einen Baupartner mit ausreichend Erfahrung in diesem Bereich zur Seite hat wie das Ing.-Büro von Thomas Weber.


Irrtum 4: Passivhäuser haben große, nach Süden ausgerichtete Glasflächen.


Richtig ist: Es ist ein häufiger Irrtum, dass Häuser, die große Glasflächen haben, Passivhäuser sind. Im Gegenteil, solche Häuser können kaum als Passivhäuser konzipiert werden. Denn die beste Verglasung weist einen U-Wert von 0,5 auf, die PH-Wand dagegen einen U-Wert von 0,1., sprich: Die Wand ist energietechnisch fünfmal so gut wie das beste Fenster. Das bedeutet: Tagsüber bringen die Sonnenstrahlen zwar mehr Wärme in das Haus, in der Nacht allerdings kommt es zu Wärmeverlusten. Idealerweise weist das PH einen Fensteranteil an der Südfassade von rund 20 bis 30 Prozent auf.


Irrtum 5: Im Passivhaus ist es im Winter kühl.


Richtig ist: Wie jedes Haus benötigt auch das PH eine Heizlastberechnung. Anhand dieser Berechnung wird je nach Haustyp ein Energieversorgungskonzept erstellt, welches ganzjährig behagliche Innenraum Zustände sichert. Wenn es im PH im Winter zu kühl sein sollte, dann liegt dem meist ein Ausführungs- oder Berechnungsfehler zugrunde. Lediglich im ersten Winter kann es durch die Rest-Baufeuchte zu einem erhöhten Heizwärmebedarf kommen.


Irrtum 6: Durch die großen Dämmstärken können die Wände nicht atmen.


Richtig ist: Alle Wände atmen nicht, somit auch die des Passivhauses auch nicht. Eine Wand wirkt vielmehr als Puffer. Sowohl thermisch als auch feuchtetechnisch. Für den Sommerfall sind schwere massive Wände vorteilhaft. Hinsichtlich der Feuchtpufferung kommt es auf die Art der Wandbekleidung an. Hier eignen sich Kalk- u. Lehmputze besonders gut, weil sie sehr gut eventuelle Feuchtespitzen schnell aufnehmen können und diese dann auch wieder genauso schnell an die Raumluft zurückgeben, sodass immer ein angenehmes Innenraumklima herrscht.


Irrtum 7: Ein Passivhaus kann nur in Massivbauweise errichten.


Richtig ist: Es gibt zwar mehr Passivhäuser in Massivbauweise als in Holzbauweise. Jedoch stellt das Passivhaus zunächst einen Standard dar, der sich auch sehr gut in der Holzbauweise umsetzen lässt. Die Entscheidung über die Bauweise sollte einzigalleine der Bauherr für sich entscheiden. Die technische Umsetzung ist dann die Aufgabe des erfahrenen Planungsbüros. Wir beraten Sie gerne über die Vorteile der jeweiligen Ausführungsart.


Irrtum 8: Die kontrollierte Wohnraumlüftung ist laut.


Richtig ist: Ob eine Wohnraumlüftung zu laut ist, hängt vom gewählten Produkt sowie von entsprechenden baulichen Maßnahmen ab (z. B. ausreichende Rohrdurchmesser mit Schalldämpfern, Regulierung der Luftmengen, möglichst gerade Rohrführung etc.). Beachtet man diese wichtigen Punkte und verfügt auch der Baupartner über entsprechendes Know-how, liegt die Lautstärke der Wohnraumlüftung knapp unter der Wahrnehmungsgrenze.


Irrtum 9: Ein Passivhaus rechnet sich nicht.


Richtig ist: Ein PH hat zwar um ca. fünf bis sieben Prozent höhere Baukosten als ein Normalhaus mit Gasheizung und Radiatoren jedoch sind die monatliche Belastungen aus Finanzierungs- und Betriebskosten durch die Energieeinsparung und die Förderfinanzierung mit verbilligte Kreditzinsen gleich hoch wie bei einem Standardhaus. Auf Grund dieser Tatsache liegen die Gesamtkosten eines Passivhauses über einen Betrachtungszeitraum von 30 Jahren deutlich unter denen eines Standardhauses. Nach Ende der Finanzierungszeit, wenn nur noch Betriebskosten zu tragen sind, hat der Passivhausbauherr deutlich mehr Liquidität durch die eingesparten Energiekosten, die dann um den Faktor 8 teurer sein werden als heute. Somit stellt der Bau eines Passivhauses eine Art privater Rentenversicherung dar und rechnet sich vom ersten Tag.


Irrtum 10: In Passivhausern kommt es vor den großen Glasflächen zug Zugerscheinungen.


Richtig ist: Fenster in Passivhäusern sind dreifach verglast und auch die Rahmen sind sehr gut wärmedämmend. Die hochwertigen Fenster lassen im Winter mehr Sonnenenergie in das Gebäude als sie Wärme nach außen abgeben. Auf Grund dieser seht guten thermischen Eigenschaften der Fenster, ist es auch im Winter immer angenehm vor den Fenstern eines Passivhauses. Im Sommer steht die Sonne höher, dadurch ist die Solareinstrahlung bei Südfenstern begrenzt, der Großteil der Strahlung wird reflektiert. Beim Passivhaus ist es daher erforderlich, die Anordnung der Fenster sinnvoll zu planen. Größere Glasflächen sollten im günstigsten Fall südorientiert angelegt werden, eine Ost- oder Westorientierung führt leichter zur Überhitzung im Sommer und erfordert deshalb eine sorgfältige Planung eventuell auch einen entsprechenden Sichtschutz.

Durch die hohen Förderungen (landesabhängig!) bekommt der Bauherr z.B. in Hessen die erforderlichen Mehrkosten, um aus einem „Normalhaus“ ein PH zu machen, in Form einer „Mehrförderung“. Diese muss zwar zurückgezahlt werden, doch diese Rückzahlung wird mit den Energieeinsparungskosten in etwa ausgeglichen. Das heißt also, Amortisationszeit der Mehrkosten gleich Null.



Hier weitere Energiespartipps und die hartnäckigsten Irrtümer

  • Wer auf moderne Hausgeräte setzt, spart täglich. Doch 25 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass der Energieverbrauch von Hausgeräten in den letzten Jahren nicht gesunken ist. Die aktuelle Datenerhebung im Forum Hausgeräte dagegen zeigt, dass alle Gerätekategorien sogar in den letzten fünf Jahren sparsamer geworden sind.

  • 30 Prozent sind der Meinung, dass Handwäsche sparsamer ist als mit der Waschmaschine zu waschen. In der Praxis ist es umgekehrt. Für sechs Kilogramm Wäsche benötigt heute eine Waschmaschine durchschnittlich nur 0,96 kWh Strom und 45 Liter Wasser. Handwäsche verbraucht das Doppelte bis Dreifache.

  • 39 Prozent glauben, der Geschirrabwasch per Hand sei günstiger, als mit einem Geschirrspüler. Das Gegenteil ist der Fall. Bis zu 180 Stunden Arbeitszeit und 90 Euro für Energiekosten spart ein moderner Geschirrspüler pro Jahr.

  • 20 Prozent sehen keinen Zusammenhang zwischen der Eisschicht in Kühl- und Gefriergeräten und mehr Stromverbrauch. Ein Irrglaube, der sich bei der nächsten Stromrechnung bemerkbar macht.
  • 31 Prozent glauben, dass rasches Einfrieren mehr Strom verbraucht. Dabei schonen Superfrost-Funktionen nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Geldbörse.
  • 54 Prozent der Befragten glauben immer noch, dass Wäschetrockner Energiefresser sind. Dabei hat sich gerade beim Trocknen viel getan. Im Vergleich zu den üblicherweise beheizten Trockenräumen sparen Ablufttrockner bis zu 60 Prozent Energie, Kondenstrockner sogar bis zu 65 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut in Freiburg.

  • 12 Prozent trauen Spar- und Kurzprogrammen auch bei leicht verschmutztem Geschirr nicht, sondern verwenden das Standardprogramm. Dabei sparen verkürzte Laufzeiten und niedrigere Wassertemperaturen jede Menge Strom.

  • 16 Prozent wählen für ihre Wäsche lieber eine hohe Waschtemperatur. Doch gerade mit dem Zurückschalten auf vierzig Grad kann viel Energie gespart werden. Manche Experten rechnen sogar mit einem Sparpotential von bis zu 50 Prozent.



Dimmen spart Strom?


Leider nur die halbe Wahrheit. Dimmen reduziert zwar den Stromverbrauch, da die Leistung der Glühlampe nicht voll ausgereizt wird. Aber: Nur wer effiziente Energiesparlampen verwendet, spart wirklich. Manche funktionieren auch mit Dimmer.


Strom frisst die meiste Energie?
Nein, die Raumheizung: Sie schluckt bis zu 75 Prozent der Energie eines Haushalts. Der Stromverbrauch landet nur auf Platz zwei. Sparen lohnt sich in beiden Fällen, richtiges Heizen vielleicht einen Tick mehr. Denn jedes Grad weniger Raumtemperatur schont den Geldbeutel.


Lüften rund um die Uhr?


Im Gegenteil: Stoßlüften schafft den Luftaustausch fünfmal schneller als gekippte Fenster. In den Wintermonaten geht obendrein weniger Wärme verloren. Also: Heizkörperthermostat runterdrehen, Fenster weit öffnen und so einige Minuten auf Durchzug stellen.


Energiesparlampen verbrauchen bei häufigem An- und Ausknipsen mehr Strom als normale Glühbirnen?


Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, entspricht aber nicht den Tatsachen. Fakt ist, dass eine moderne Energiesparlampe eine sehr hohe Schaltfestigkeit hat, d.h. dass man sie bedenkenlos an- und ausschalten kann, ohne dass sie dabei kaputt geht oder der Energieverbrauch steigt. Die meisten modernen Energiesparlampen haben eine Vorheizfunktion, mittels derer Schäden oder erhöhter Stromverbrauch durch häufiges An- und Ausschalten verhindert wird. Sie können in Ihrem Haushalt also völlig unbesorgt Energiesparlampen einsetzen und werden das Ergebnis sicherlich auf der nächsten Stromrechnung bemerken! 




Energiesparen für den Umweltschutz?

Manche Leute behaupten, dass der Umweltvorteil bei konsequentem Energiesparen verschwindend gering ist. Das ist falsch. Denn der Verbrauch von 1 kWh Strom, der auf konventionellem Weg erzeugt wurde (Atomstrom oder Strom aus fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl) erzeugt 0,6 kg CO2. Spart eine vierköpfige Familie nur 25% ihres jährlichen Stromverbrauchs ein, dann spart sie damit schon ca. 650 kg CO2 ein: mehr als eine halbe Tonne pro Jahr!

Fazit: Wer Energie sparen möchte, tut nicht nur seinem Geldbeutel einen Gefallen (indem er die jährliche Stromrechnung senkt) sondern auch noch der Umwelt (indem er die CO2-Emissionen senkt).

Weitere Energiespartipps rund um’s Haus erhalten Sie bei uns unter Telefon
06 61/3 50 51 oder Sie schauen auf die Internetseiten der Deutschen
Energie-Agentur oder auf die Seite klima-sucht-schutz.de

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Aktuelles

Lernen Sie uns im Rahmen einer informativen Vortragsveranstaltung zu den Themen rund ums Bauen, Sanieren, Energieberatung, Förderprogramme, Schimmelschäden etc. kennen. Hier finden Sie unsere aktuellen Vortragstermine:

 

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Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (ENEV) schreibt Bauherren
effiziente Anforderungen an Ihre Bauprojekte. Sie gilt für Wohn-
gebäude, Bürogebäude, Büro- und gewisse Betriebsgebäude und löst die ....mehr

Förderprogramme

Unterschiedliche Förderprogramme stehen zu Ihrer Verfügung. Hier erhalten Sie zu Ihrem jeweiligen Vorhaben einen Link zu den KFW-bzw. BAFA-Förderungen. .... mehr